Samstag, 21. Februar 2015

es kommt Farbe ins Spiel

Viele Teile welche später nicht mehr direkt oder vollständig zu sehen sind, wurden schon überarbeitet und grundiert. Es bietet sich somit an, die ersten Lackierarbeiten mit der definitiven Farbe an diesen Objekten zu testen.


Ich habe mir schwarzen 2K PUR Lack bestellt welcher aus Lack und Härter besteht. Nach dem Mischen im richtigen Verhältnis (4 zu 1) im Lackmischbecher, musste ich noch Verdünner dazugeben bis der Lack so dünn war, dass dieser in der Lackierpistole verarbeitet werden kann.


Alle Teile wurden vor dem Lackieren nochmals gereinigt und in der Lackierkabine aufgehängt. Da es nicht für alle Teile Platz hatte, habe ich eine Leiter als Zwischenlager verwendet. Das Lackieren ging dann einfach und nach drei Durchgängen waren alle Teile mit einer schönen, schwarzen Lackschicht überzogen.


Der erste Test kann somit als bestanden betrachtet werden. Es folgen dann weitere Teile sowie der Innenraum, der Motorraum und der Unterboden welche ich dann später selber Lackiere. Die Aussenseite der Karosserie werde ich einem professionellen Lackierer überlassen. Bis Dahin wird aber noch viel Zeit vergehen.


Eines der lackierten Teile war die Ablage, welche unter den Anzeigen in der Mitte des Armaturenbretts sitzt. Diese ist original mit einer Art Velours beschichtet. Die Ablage wollte ich natürlich wieder in einen ähnlichen Zustand zurück versetzten. Dazu habe ich mir eine Selbstklebefolie mit schwarzem Velours bestellt.


Damit diese auch an den gewünschten Stellen passt, habe ich mir erst mit normalem Papier Schablonen erstellt. Da die Ablage nicht einfach nur viereckig ist, war das Erstellen der Schablonen relativ aufwändig. Nach dem Übertragen der Schablone auf die Folie konnte ich diese dann ausschneiden und in der Ablage ankleben. Auch dieses Ergebnis kann sich sehen lassen.

Samstag, 10. Januar 2015

Fleissarbeit

Ich habe noch einige Teile herum liegen welche einfach zu restaurieren sind. Hauptsächlich müssen diese gereinigt, gestrahlt (zum Teil mehrere, hartnäckige Lackschichten), verzinkt und grundiert werden. Ab und Zu mal ein Gewinde schneiden oder ein Stück anschweissen. Ansonsten aber nichts Besonderes.

Über die Festtage hatte ich nun Zeit mich um genau diese Teile zu kümmern. Einiges konnte ich erledigen, ein paar Teile hat es aber noch übrig. Hier eine kurze Bildübersicht:









Nach dem Strahlen mit Glas oder Sand:





Nach dem Kaltverzinken und dem Grundieren sowie Lackieren:









Samstag, 20. Dezember 2014

Scheibenwischer

Der Scheibenwischermechanismus ist sehr einfach aufgebaut. Ein Elektromotor treibt ein Zahnrad an auf welchem ein Pleuel eine, in Rohren geführte, Zahnstange hin und her bewegt. Diese Bewegung wird von den zwei Antriebsspindeln auf die Wischerarme übertragen.


Der Motor ist mit drei Schrauben an der Innenseite des rechten Kotflügels befestigt. Die Rohre verlaufen über den Innenraum (hinter dem Armaturenbrett) zu den Antriebsspindeln. Diese sind von Aussen über eine grosse Mutter unter den Wischerarmen befestigt. Durch lösen von zwei Schrauben an der Gegenplatte der Antriebsspindeln, können diese von der Zahnstange entfernt werden.


Nach dem Reinigen und Strahlen mit Glasperlen habe ich das Gehäuse des Motors noch lackiert. Die anderen Teile sind aus Aluminium und benötigen deshalb keine Lackierung. Der Zusammenbau erfolgt mit reichlich Fett, damit die Teile die nächsten paar Jahre genügend geschmiert werden. Dies, obwohl ich wahrscheinlich nicht viel im Regen fahren werde. Bevor man das Gehäuse wieder verschliesst, muss noch der Unterbrecherkontakt für die Parkposition der Wischer angelötet werden.


Für die nächsten Arbeiten habe ich mir verschiedene Teile rausgelegt welche primär gestrahlt und grundiert werden müssen. Dazu gehören zum Beispiel der Tankdeckel, die Sitzschienen, sowie etliche Kleinteile.

Samstag, 25. Oktober 2014

Lenkstange & Innenraumheizung

Die Lenkstange besteht aus zwei ineinander verschiebbaren Wellen. Mit diesen kann der Abstand des Lenkrades zum Fahrer eingestellt werden. Innerhalb dieser verläuft die Verkabelung für die Hupe welche mittels Schleifkontakten auf das Mantelrohr der Lenksäule übertragen wird.


Alle Teile der Lenkung wurden mit Glasperlen oder mit Sand vom Rost und Schmutz der letzten Jahrzehnte befreit. Das Mantelrohr wurde grundiert, mit schwarzer Farbe lackiert und anschliessend mit mehreren Schichten Klarlack überzogen. Da die inneren Wellen aus Edelstahl sind, musste nichts nachbehandelt werden.

Die zwei Kontakte am Mantelrohr konnten schnell angebaut werden. Es gibt ein komplettes Set für die Überarbeitung der Hupe welches sämtliche Teile beinhaltet. In die Welle musste als erstes ein Draht eingezogen werden, welcher Unten mit dem Hupenkontakt und dem Schleifring verlötet beziehungsweise verbaut wurde. Oben wird dann am anderen Ende des Drahtes ein Kabelnippel verlötet, welcher dann den Kontakt zum Hupenkranz herstellt. Hier muss man darauf achten, dass der Draht genügend lang ist um die Längendifferenz der Lenkverstellung zu kompensieren.


Die Heizung besteht eigentlich nur aus einem Ventil, einem Register und einem Gebläse welche in einem Gehäuse untergebracht sind. Nach einer Funktionsprüfung des Ventilatormotors, dessen Überholung und Montage, konnte ich das Einstellventil überarbeiten. Nach dem Strahlen und dem Überziehen mit einem Spezialwachs für blanke Metalle, konnte ich das Ventil mit gepflegten Gummiteilen wieder zusammen bauen.


Da der Wärmetauschregister extrem schlecht aussah (deshalb wurde dieser auch wahrscheinlich kurzgeschlossen, wir erinnern uns http://www.jaguar-mk2.ch/2012/07/kleinkram.html), habe ich direkt einen neuen bestellt. Der Einbau in das überarbeitete und lackierte Gehäuse war schnell erledigt.


Nun mussten noch die Schaumstoffelemente, der Ventilator und der Gehäusedeckel angebracht werden. Abschliessend habe ich dann noch ein paar Dichtungen selber herstellen müssen, da diese nicht mehr erhältlich waren. Als Nächstes muss ich noch für die fertig überarbeiteten Hinterradbremsen die Abstandsscheiben für die Montage an den Achsen machen und dann widme ich mich dem Scheibenwischermotor. Die Flasche für die Scheibenreinigung wurde auch in den letzten Wochen überarbeitet.


Dienstag, 23. September 2014

bremsende Lenkungsheizung

Die Hinterradbremsen sind prinzipiell gleich aufgebaut wie die vorderen. Lediglich der Durchmesser der Kolben ist geringer und die Anbauten für die Handbremse sind vorhanden. Da die hinteren Bremsen in einem schlechteren Zustand als die vorderen sind, musste ich einige Teile nachbestellen.


Bis die Teile geliefert werden, habe ich vorab schon die Strahlarbeiten und die Lackierung inklusive Einbrennen durchgeführt. Den Zusammenbau habe ich so weit es geht auch voran getrieben, sodass die Teile dann effizient angebaut werden können. Bei den vorderen Bremsen habe ich dann noch die selber gemachten Pins für die Rückhalterung der Bremsklötze montiert und exakt passenden Abstandscheiben für die Bremssättel gemacht um die maximale Abweichung zwischen links und rechts der Bremsscheibe von 0.25mm einzuhalten.


Da ich noch die Ersatzteile für die Lenkstange habe (Reparaturkit für die Elektrik), habe ich diese auch zerlegt, gestrahlt und grundiert. Die Lackierung mit schwarz und Klarlack sowie den Zusammenbau steht dann als einer der nächsten Schritte an.


Die Bestellung für die Teile der Bremsen habe ich dann direkt noch mit den Teilen für die Heizung ergänzt. Es mussten nicht nur die Dichtungen bestellt werden, sondern auch ein neuer Heizregister (Wärmetauscher) da dieser undicht war. Bei der Demontage ist mir damals aufgefallen das das Heizregister kurzgeschlossen war. Jetzt weiss ich weshalb.


Den Rost und Schmutz aus allen Ecken des Heizungsgehäuses zu bekommen ist eine mühsame Arbeit. Sind die Teile dann aber mit Zinkspray und Grundierung versehen, machen diese einen super Eindruck. Die Lackierung und der Zusammenbau folgt dann mit der Lenkung und den Bremsen.

Samstag, 16. August 2014

Vorderradbremsen

Wie die restlichen, technischen Komponenten sind auch die Bremsen relativ simpel aufgebaut. Und trotzdem finden sich immer wieder kleine, knifflige Details die raffinierend gelöst sind. Die Vorderradbremsen bestehen aus einem Träger, dem Bremssattel, sowie zwei Bremszylinder in welchen die Kolben laufen. Die zwei Zylinder sind mit einer Hydraulikleitung verbunden. Die Kolben haben eine Abdichtung und im Inneren eine Feder welche die Kolben bei der Abnutzung der Bremsbeläge automatisch nachstellt.


Die Bremszylinder sind jeweils mit vier Schrauben am Sattel fest gemacht. Glücklicherweise sassen diese nicht so fest und konnten einfach gelöst werden. Die Verbindungsleitungen zwischen den Zylindern konnten aber erst nach erhitzen gelöst werden. Entsprechend sahen diese dann auch aus, so dass ich neue bestellen musste.


Nach dem Bearbeiten mit dem Sand- und dem Glasstrahler wurden die Teile akribisch gereinigt. Es ist wichtig, dass sich kein Sand- oder Glaskorn mehr im System befindet. Das Reinigen ging somit länger als das Strahlen. Den Sattel und die Aussenseiten der Zylinder habe ich mit VHT Bremslack lackiert. Auch diesen Lack muss man mindestens eine Stunde bei +100°C einbrennen.


Während der Lack eingebrannt wurde, konnte ich die Laufflächen der Zylinder und Kolben polieren, da diese durch das Strahlen leicht aufgeraut waren. Nach dem einschmieren der einzelnen Komponenten mit Bremsflüssigkeit, konnte ich die Dichtung auf dem Kolben montieren, den Kolben in den Zylinder drücken und den Staubschutz darüber anbringen.


Abschliessend werden die Zylinder am Sattel montiert und die neuen, mit Kupferpaste eingeschmierten (Rückseite) Bremsklötze eingeschoben. Die Bolzen für die Bremsklotzhalterung hat mir nicht gefallen, so dass ich neue anfertigen werde. Nun geht es weiter mit den Hinterradbremsen, welche grundsätzlich gleich sind. Lediglich der Teil für die Handbremse ist zusätzlich dran.

Donnerstag, 31. Juli 2014

die Wasserpumpe

Nachdem die Wasserpumpe ausgebaut war, musste ich mit einem Abzieher den Flansch für den Ventilator abziehen. Anschliessend konnte das Pumpenrad mit dessen Welle und Lager heraus gepresst werden. Das Rad mit dem Lager konnte ich entsorgen, da im Reparaturkit diese als Neuteile dabei waren.


Die zerlegte Wasserpumpe konnte nun gereinigt und gestrahlt werden. Nach dem Aufbringen einer Schicht Zink im Inneren der Pumpe, habe ich die Löcher für Schrauben und Wellen sowie die Dichtflächen abgedeckt um die Pumpe dann Aussen mit VHT Grundierung für die Lackierung vorzubereiten. Nach einer Antrocknungszeit von ca. 45 Minuten habe ich dann zwei Schichten des schwarzen VHT Motorlack aufgebracht. Dies habe ich dann über Nacht trocknen lassen, um am nächsten Tag den Lack auf der Pumpe in einem Backofen bei +100°C eine Stunde lang einzubrennen.


Nun kann die Pumpe wieder zusammen gebaut werden. Dazu habe ich erst die neue Dichtung auf die Welle mit Lager geschoben und anschliessend das Pumpenrad auf die Welle gepresst. Dieses Gebilde wird nun von Hinten in die Pumpe eingepresst und Vorne wird noch der Flansch für den Ventilator aufgepresst. Abschliessend mussten noch der Stopfen und der Nippel für den Wasserschlauch angebracht werden.

Samstag, 26. Juli 2014

Benzin & Wasser

Nach dem es mit dem ersten Vergaser so gut geklappt hat, habe ich mich nun dem zweiten gewidmet.  Der Vergaser selber ist baugleich mit dem ersten, hat aber noch einen zweiten, kleinen Vergaser neben sich. Dies ist der Startervergaser (anstelle eines Choke) welcher aus einem einfachen Ventil und einer Düse besteht. So lange der Thermostat im Kühlwasserkreislauf eine zu tiefe Temperatur indiziert, ist die Spule des Startervergasers unter Spannung und öffnet somit die Benzinzufuhr zu dessen Düse. Somit kommt mehr Benzin in das System.


Auch in diesem Fall wurden die Teile wieder gereinigt und mit Glasperlen gestrahlt. Die Verbindung vom Startervergaser zum eigentlichen Vergaser war stark korrodiert, so dass mir bei der Demontage die dünnere Hohlschraube abbrach. Da mir die Wartezeit für eine solche Schraube zu lange schien, haben wir einfach aus einem Stück Edelstahl eine neue gefertigt.


Mit der neuen Schraube und dem zweiten Reparatur- Kit von S.U. konnte die Montage beginnen. Auch hier musste die Düse mit der Nadel und der Membrane zentriert werden. Beim ersten Vergaser war dies ein Vorgang von einer Minute. Dieser Vergaser machte es mir aber schwer. Ich musste sicher 30 Minuten lang ausprobieren, montieren und wieder lösen, bevor ich eine akzeptable Position der Komponenten erreichte. Der restliche Zusammenbau gestaltete sich aber wieder einfacher und der Montage des Startervergasers stand nichts mehr im Wege.


Da nun beide Vergaser einzeln fertig sind, müssen diese noch miteinander verbunden werden. Das Gestänge, welches die Bewegung vom Gaszug auf die Drosselklappen umsetzt, wurde nach Strahlen und Lackieren am einten Vergaser befestigt. Ebenso auch die flexiblen Verbindungselemente der beiden Drosselklappen. Wenn man nun den zweiten Vergaser anschraubt muss man darauf achten, dass die Ausrichtung in einer Linie ist und auch die Drosselklappen in der selben Position stehen. Wenn nun alle Ausrichtungen stimmen, muss man zum Schluss nur noch alle Schrauben fest anziehen.


Nun widme ich mich der Wasserpumpe. Deren Ausbau ist mit dem Lösen von neun Schrauben und einem leichten Schlag mit dem Kunststoffhammer erledigt. Alles sieht ein wenig angerostet aus, nichts aber wirklich schlimm. Im Reparatur- Kit der Wasserpumpe sind ein neues Rad, eine Welle mit Lager und die notwendigen Dichtungen enthalten. Dies alles kann ich montieren, wenn ich das nächste Mal die Pumpe auseinander genommen, gestrahlt und lackiert habe.