Sonntag, 23. Juni 2013

Achsschenkelmontage

Das letzte Mal habe ich angefangen die Vorderachse zusammen zu bauen. Die Montage der überarbeiteten und neuen Teilen macht einen riesen Spass und die Fortschritte der Arbeiten motivieren immer wieder aufs Neue.

Vor dem weiteren Zusammenbau der Vorderachse habe ich mich aber auch wieder den Karosseriearbeiten gewidmet. Der linke, innere Schweller musste dieses Mal gelöst werden, so dass dieser demontiert werden kann. Es sind eine ganze Menge Schweisspunkte welche den Schweller an der Karosserie halten und demnach geöffnet werden müssen. Gefunden habe ich diese relativ schnell, musste dann aber viel Zeit zum lösen investieren. Erst habe ich mit einem 3mm Bohrer die Schweisspunkte zentrisch aufgebohrt um sie anschliessend mit einem grossen, flachen Bohrer ganz zu öffnen. Mit einem Meissel und feinen Schlägen mit dem Hammer konnte der Schweller von der Karosserie getrennt werden. An die Schweisspunkte der B- Säule kommt mach nicht so gut hin. Deshalb habe ich diesen Bereich grosszügig mit der Trennscheibe vom Schweller getrennt. Bald kann hier der neue Schweller eingepasst werden.


Der Achsträger wurde ja pulverbeschichtet. Der Beschichter versuchte auch Pulver auf die Innenseiten des Trägers zu bringen, aber ob das alles voll ist, glauben wir Beide nicht. Deshalb habe ich unter der Woche kurz die Innenseiten mit Rostumwandler via den kleinen Löchern eingesprüht. Somit kann ich sicherstellen, dass es dort keinen weiteren Rost gibt.

Die Montage der Achsschenkelträger gestaltet sich nicht sehr aufwändig. Erst habe ich die obere Lenkwelle montiert und dann an diesen die beiden Teile des oberen Querlenkers angebracht. Auf der linken Seite konnte ich die Lenkwelle noch nicht montieren, da ein Mass der neu angefertigten Gewindestücke, welche im Inneren des Achsträgers montiert werden, nicht ganz gestimmt hat und somit die Schraube nicht rein ging.


Die unteren Kugelgelenke hatte ich das letzte Mal schon durch neue ersetzt. Nun konnte ich auch an den oberen Querlenkern auch neue Kugelgelenke anbringen. Diese sind wartungsfrei und benötigen somit kein periodisches Abschmieren mit der Fettpresse mehr.

An das obere Kugelgelenk konnte ich nun den vormontierte Achsschenkel anbringen. Mit zwei Muttern sind die beiden Kugelgelenke an den unteren und oberen Querlenkern festgemacht. Da einerseits nicht alle Teile fertig überarbeitet oder vorhanden sind und auch nicht alle Schraubverbindungen festgezogen werden dürfen, habe ich diese vorerst mit Klebeband markiert. Diese Markierung werde ich mit rotem Band ersetzten, damit man Später sieht welche Schrauben noch nicht fest sind. Dazu gehören zum Beispiel auch die Schrauben an der Welle des unteren Querlenkers, welche erst angezogen werden dürfen, wenn das Auto mit seinem Gewicht auf eigenen Rädern steht.


Um den vorher angebrachten Roststopper zu unterstützen, habe ich nun den Hohlraum des Achsträgers mit Korrosionsschutz bearbeitet. Dazu habe ich mir einen Druckluftbehälter mit verschiedenen Sprühaufsätzen gekauft, welcher nun zu seinem ersten Einsatz  kam. die Löcher habe ich anschliessend mit neuen Karosseriestopfen verschlossen. Diese Stopfen habe ich mir in verschiedenen Grössen gekauft um Dies und Das zu verschliessen. Für die meisten Löcher habe ich jedoch original Stopfen auf der Teileliste.


So Bald ich nun die Gewindeteile gefertigt habe, kann ich mit der Montage des linken Achsschenkels und der Stabilisatorstange beginnen. Somit wäre dann die Überarbeitung der Vorderachse abgeschlossen und ich kann mich der Lenkung und der Hinterachse widmen.

Sonntag, 9. Juni 2013

Montage Vorderachse

Bevor ich mit der Vorderachse fortfahre, habe ich mich am Schweissgerät ausgetobt. Das Reparaturblech des vorderen Bodens musste verbreitert und verlängert werden. Deshalb wurden je zwei Bleche auf Länge geschnitten und abgekantet. Nach dem Entfernen des Schutzlackes, konnte ich mit dem Schweissen beginnen. Unter fachlicher Aufsicht und Instruktion durch den Karosseriespengler konnte ich das erste Mal zwei Bleche miteinander verschweissen. Nach ein paar Schweisspunkten ging es dann schon ein wenig besser. Natürlich mussten, nach dem Schleifen der Schweissnähte, einige Punkte nachträglich gesetzt werden um die Naht dicht zu bekommen.


Aber nun zur Vorderachse. Es bedurft doch einige Zeit bis alle Teile mit den vier Schichten Ovatrol- Chassislack lackiert waren. Da zwischen jedem Anstrich mindestens sechs Stunden gewartet werden musste, ging der gesamte Vorgang entsprechend lange. Doch das Ergebnis macht Freude und einen guten Eindruck.



Damit alle überarbeiteten und neuen Teile wieder montiert werden können, muss natürlich auch der Achsträger entsprechend überarbeitet werden. Das heisst, dass dieser Sandgestrahlt und anschliessend lackiert werden muss. Leider ist unsere Sandstrahlkabine nur 1.30m breit, der Achsträger aber ca. 1,20m. Somit hat dieser zwar platz, aber an den Seiten und anderen Stellen kann dieser kaum gestrahlt werden. Dazu ist es einfach zu eng. Deshalb habe ich die Bereich gestrahlt, welche ich erreichen konnte und sah mich für eine andere Lösung um.


Die Lösung wurde dann relativ schnell gefunden. Die Malerei Moritz AG hat mir den Achsträger in ihrer riesigen Sandstrahlkabine gestrahlt und anschliessend schwarz pulverbeschichtet. Mit der Pulverbeschichtung habe ich ein super Ergebnis bekommen und erst noch viel Zeit gespart. und das Beste, alles zu einem super Preis.


Jetzt konnte ich also mit der Montage beginnen. Als Erstes habe ich die Bremsscheiben an die Naben geschraubt und anschliessend die neuen Lager sowie den neuen Simmering aus dem Repair Kit kräftig eingefettet und verbaut. Ich habe aber nicht nur die neuen Lager eingefettet, sondern auch die Schrauben damit die nicht einfach innert kürzester Zeit neu anrosten.

 
Nach den beiden Naben waren die Achsschenkelträger dran. Bei diesen habe ich erst die unteren Kugelgelenke zusammengebaut. Auch hier habe ich ein Reparaturkit verwendet, welches alle erforderlichen Teile beinhaltet. Um die Manschette anschliessend fest darüber zu bekommen, brauchte es doch ein wenig Fingerspitzengefühl, da es doch eine Fummelei war.


Um die oberen Lenker zu befestigen, wurden neue Halterungen mit Gewinden gemacht. Diese sind aus Edelstahl und sollte nun nicht mehr wegrosten. Die vorherigen haben dies so gemacht und konnten nicht mehr gerettet werden. Auch die Schrauben musste ich alle ersetzen.



Nach der Montage der vorderen und hinteren Montagebrücken um die Vorderachse an der Karosserie zu befestigen, habe ich noch bei allen Teilen mit Buchsen diese gefettet und mit der Presse die neuen Buchsen eingepresst. Die unteren Lenker habe ich dann mit der neuen Stange am Achsträger befestigt und leicht verschraubt. Diese Schrauben darf man erst festziehen, wenn das Fahrzeug fertig auf dem Boden steht. Natürlich werden diese Schrauben speziell gekennzeichnet damit sie später nicht vergessen gehen. Alle festgezogenen Schrauben erhalten dann noch einen roten Schraubensicherungspunkt.

Dienstag, 7. Mai 2013

Body Work

Neben den Karosseriearbeiten sind auch die Malerarbeiten an den Fahrwerkskomponenten voran gegangen. Die vierte Schicht auf der ersten Gruppe ist trocken und die erste Schicht der zweiten Gruppe ist auch schon drauf. Diese Woche werden die noch die fehlenden Schichten aufgetragen und dann kann es mit dem Achsträger weiter gehen. Die Komponenten der ersten Gruppe sind schon verpackt und warten auf den Zusammenbau.


Die derzeitigen Anstrengungen sind aber bei den Karosseriearbeiten getätigt worden. Da doch einige Bleche neu gemacht werden müssen, ist auch die Vorarbeit entsprechend aufwändig. Beim vorderen Bereich der Bodenbleche musste der Rost abgeschliffen werden um die Schweisspunkte am Längsträger und am Schweller zu finden. Die Schweisspunkte wurden anschliessend alle gelöst damit das Blech entfernt werden kann. Das Reparaturblech geht bis zum Wagenheber- Aufnahmepunkt. Der Rost geht aber weiter. Deshalb werden die Reparaturbleche an zwei Seiten verlängert.


Eine weitere Baustelle zeigte sich unter dem Rücksitz. Dort war ein dickes Stück Blech mit einer Schweissnaht und vier Schrauben eingebracht. Nach dem Entfernen zeigte sich, dass es Hier auch einmal Rost gegeben hat, welcher nicht ganz so Fachmännisch entfernt wurde (oder auch eben nicht). Damit auch Hier alles wieder einen guten Eindruck macht, wird ein neues Blech eingesetzt. Ich möchte gar nicht erst wissen, woher all die Schäden kamen.


Ein neues Blech gibt es, wie auch auf der linken Seite, im rechten Radlauf. Den äusseren Bereich habe ich als Reparaturblech, den Inneren aber nicht. Deshalb müssen die Bleche hier entsprechend angepasst und dann eingesetzt werden. Es handelt sich hier um eine speziellere Form, welche doch ein wenig anspruchsvoller ist als ein einfaches Quadrat.


Damit auch Bald die Schweller ausgewechselt werden können, mussten demnach einige Arbeiten vorbereitend gemacht werden. Nach einer Schicht Rost kamen dann doch noch die Schweisspunkte hervor. Einige musste man aber erahnen. Nach dem anzeichnen der Punkte links und rechts, sowie dem Entfernen des Stückes unter der B- Säule (darunter befindet sich ein weiterer Schweisspunkt), sind die Schweller fast bereit zum Auswechseln.


Damit der Wagen beim entfernen der Schweller aber nicht einfach einkickt, bekam er noch Verstrebungen zwischen den Türrahmen. Es handelt sich hier um handelsübliche Vierkantrohre welche die stabilisierenden Eigenschaften der Schweller, während dem Ausbau übernehmen. Sobald die linke Seite erledigt ist, werden die Rohre wieder entfernt und an der rechten Seite weiter verwendet.

Samstag, 27. April 2013

Pinseln

Die mit Sand oder Glasperlen gestrahlten Vorderachskomponenten habe ich begonnen mit Owatrol Chassislack zu überziehen. Die Farbe trage ich, ohne Verdünnung, mit einem Pinsel auf die Komponenten auf. Beim Auftragen sieht man sofort, dass die Farbe Öl enthält.


Die erste Schicht ist dadurch sehr dünn und es benötigt, gemäss Anleitung, drei bis vier Schichten Lack. Ich werde somit zwischen dem Auftragen jeweils mindestens sechs Stunden warten und im Gesamten vier Schichten Lack auftragen. Den vorderen Teil der Radnabe werde ich nicht mit allen vier Schichten überziehen, da in diesem Bereich die Belastung hoch sein wird und deshalb die Farbe nicht lange hält.


Bei der ersten Schicht sah es so aus, dass man die Pinselstriche später sehen würde. Nach der dritten Schicht kann ich aber nun sagen, dass es eine schöne, glatte, glänzende Oberfläche geben wird. Damit in den Löchern für die Schrauben und Buchsen nicht zu viel Farbe aufgetragen wird, habe ich diese nach dem ersten Anstrich abgedeckt.


Beim Kugelsitz des Achsschenketrägers hatte ich Glück. Das Teil gibt es bei SNG Barratt zwar nicht einzeln zu kaufen, es war aber schon im Front Suspension Rebuild Kit dabei welches ich vor einiger Zeit schon bestellt hatte.

Auch die Karosseriearbeiten machen Vorschritte. Endlich sind die restlichen, benötigten Blechteile angekommen. Nun können die Arbeiten auch hier weiter geführt werden. Aber auch ohne die Teile sind die Arbeiten nicht still gestanden. Neben der Überarbeitung der vorderen Blattfederaufnahme wurde auch der vordere Radlauf an das Reparaturblech angepasst (und umgekehrt).


Die weiteren Arbeiten beschränken sich zur Zeit auf das Lackieren der Vorderachskomponenten, der Blecharbeiten und dem Bearbeiten des Vorderachsträger. Wenn dieser überarbeitet ist, kann der Zusammenbau der Vorderachse mit den neuen Komponenten beginnen.


Einen kleinen Zusatz habe ich noch: Die Halterung für den Tisch an den Vordersitzen war defekt, so dass die Kugel nicht mehr richtig heraus kommen konnte. Hier habe ich nun eine neue Messinghülse mit Kugel. Dies ist zwar ein wenig kleiner als die Originale, aber sie passt und erfüllt ihren Zweck.

Samstag, 13. April 2013

Fleissarbeit

Eine Menge an Teilen der Vorderradaufhängung sowie vom Armaturenbrett mussten mit Sand oder Glasperlen von Lack, Dreck und sonstigen unerwünschten Elementen gereinigt werden.


Einige Teile der Vorderachse habe ich schon das letzte Mal bearbeitet. Die restlichen Teile, ausser dem Achsträger, habe ich ausgebreitet und Stück für Stück im Kleinteilereiniger vom ersten Dreck befreit. Den Achsträger werde ich zu einem späteren Zeitpunkt überarbeiten, da in diesem ja auch noch ein paar Schrauben festsitzen.


Obwohl der grösste Teil der Arbeit von einer Maschine übernommen wird, ist man trotzdem nach ein paar Stunden Strahlen ein wenig erschöpft und ist froh, wenn man auch mal etwas Anderes machen kann. Vor allem die Schrauben, Muttern und Unterlegscheiben sind mühsam zu bearbeiten. Das Ergebnis lässt die Motivation aber wieder ansteigen.


Die Teile für das Armaturenbrett habe ich nach dem Strahlen mit Glasperlen grundiert und anschliessend schwarz, so wie sie vorher waren, lackiert. Diese Teile werden nun verpackt und verstaut.

Beim Achsschenkelträger gibt es leider das Problem, dass der Kugelsitz Risse hat. Dieser Sitz ist in den Achsschenkelträger eingepresst und kann somit auch wieder heraus gepresst werden. Leider gibt es diesen Sitz nicht als Ersatzteil neu zu kaufen. Ich werde dies aber unter keinen Umständen so belassen, sondern neue Kugelsitze aus Edelstahl drehen. Wenn diese so wieder eingebaut würden und bei der Fahrt dann vollständig reissen, möchte ich mir nicht vorstellen was passieren würde.


Demnächst müssen nun alle Achsteile lackiert werden und dann kann auch schon der Zusammenbau mit den neuen Teilen beginnen.

Sonntag, 7. April 2013

Schraube locker

Die Linke Vorderradaufhängung mit der fest gerosteten Schraube am Bremssattel wurde mit dem Schweissbrenner bearbeitet, so dass die Schraube problemlos gelöst werden konnte. Die oberen Lenkwellen- Schrauben habe ich noch nicht gelöst, da der komplette Achsträger noch transportiert werden muss.


Da die Einzelteile den Dreck der letzten 50 Jahre auf ihren Oberflächen hatten, benötigte der Reinigungsvorgang erheblich viel Zeit. Der Vorteil am ganzen Schmutz war, dass er das Metall vor Korrosion schütze. Nach dem alles gereinigt war, konnte ich mit den Strahlarbeiten beginnen. Die Gussteile, inklusiver der unbenutzten Bremsscheibe, habe ich mit Sand gestrahlt. Die Nabe und den Achsschenkel habe ich mit Glasperlen gestrahlt.


Da ich den Achsschenkel nicht aus dem Träger herausgepresst hatte, klebte ich den Schenkel erst ab um den Träger mit Sand zu bearbeiten. Anschliessend entfernte ich das Klebeband am Schenkel und deckte nur noch die Lagerlaufflächen ab. Danach wurde der Schenkel mit Glasperlen gestrahlt. Nun müssen die Teile nur noch mit Ovatrol Chassilack bearbeitet werden. Das Ganze natürlich auch nochmals mit den restlichen Teilen. Dann kann der Zusammenbau schon beginnen.

Leider konnte SNG Barratt die restlichen Blechteile noch nicht senden. Es fehlt noch der innere Schweller. Der sollte aber bald kommen, so dass alle Teile demnächst hier sind. Der Vorteil hier ist, dass ich die Teile der Lenkung noch in diese Lieferung mit einpacken konnte. Der Nachteil ist, dass man die Spenglerarbeiten nicht vorantreiben kann, weil die Teile benötigt werden.


Bei den Spenglerarbeiten gibt es auch Fortschritte zu berichten. Der linke, hintere Radlauf ist geschweisst und auch die Rückwand des Batteriekastens hat nur noch die originalen, benötigten Löcher. Die Verbindung zwischen vorderem Kotflügel und Motorraum wurde auch schon angepasst.


Ich habe mich wieder um die Abschleifarbeiten gekümmert. Auf dem Dach gibt es eine, kaum sichtbare aber spürbare, Delle welche freigelegt wurde. Weiter wurden noch einige Bereiche freigelegt, welche zum Teil von Aussen einen komischen Eindruck machten. Unter den Lackschichten verbarg sich, je nach Ort, eine grosse Menge von Zinn. Glücklicherweise wurde mit Zinn und nicht mit Spachtel gearbeitet. Unglücklicherweise wurde aber nicht sehr sauber gearbeitet, so dass das Zinn runter musste bis das blanke Blech zum Vorschein kam. Wenigstens nicht bei allen Stellen.

Samstag, 30. März 2013

Front Suspension & Steering

Bis Jetzt hatte ich Glück und keine Schraube sass so fest, dass ein Lösen mit Standardmethoden nicht möglich war. Dies sollte sich Heute ändern.

Für die Vorderradaufhängung, die Lenkung und die Bremsen habe ich schon fast alle Ersatzteile bei mir. Deshalb wird dies das nächste Teilprojekt. Als erstes ist die Lenkung zu lösen, welche mit den beiden Kugelgelenken an den Achsschenkeln befestigt sind. Muttern lösen und herausdrücken. So einfach geht das. Auch keine Probleme bietet die Demontage des Lenkgetriebes und der Spurstangentragarm- Lagerung. Diese sind beide mittels vier Schrauben, beim Lenkgetriebe gesichert, am Achsträger befestigt.


Das ganze Gebilde habe ich erst einmal auf die Seite, neben die bereits demontierte Stabilisatorstange, gelegt und mich der Demontage von Stossdämpfern und Federplatte gewidmet. Diese habe ich beim entfernen der Federn nur noch provisorisch befestigt. Die unteren Stossdämpferbefestigungsplatten sassen richtig fest am Dämpfer, so dass der Einsatz des Schlagschraubers notwendig wurde. Aber diese liessen sich, nach ein paar zusätzlichen, kräftigen Schlägen auch lösen.


Um den Achsschenkelträger mit Nabe, Bremsscheibe, etc. zu entfernen, mussten erst die Kugelbolzen Oben und Unten demontiert werden. Die oberen sind mit zwei Schrauben am oberen Lenkarm befestigt und zwischen den Kugelgelenken und dem Lenkarm befinden sich die Plättchen zur Einstellung des Nachlaufs. Die unteren sind in einem Gehäuse welches sich öffnen lässt. Die Kugelgelenke selber lassen sich durch lösen der Mutter mit anschliessendem Herauspressen entfernen. Da die unteren Kugeln sehr verschlissen sind, ist es umso erfreulicher dass diese, neben den oberen, auch im bestellten Ersatzteil- Kit sind.


Nach dem Ausbau des Achsschenkels kann nun der Bremssattel und die Nabe mit der Scheibe entfernt werden. Der Bremssattel rechts liess sich, mit ein wenig Gewalt, lösen. Beim linken jedoch sitzt eine der beiden Schrauben so fest, dass ich hier erst einen Schweissbrenner organisieren muss. Die Nabe selber ist wiederum sehr einfach zu demontieren. Von Aussen muss man an der Kronenmutter den Splint lösen und die Mutter anschliessend herausschrauben. Nun kann die Nabe mit der Bremsscheibe herausgezogen werden. Man muss aufpassen, dass einem das äussere Lager nicht verloren geht, da dieses mit diesem Arbeitsgang herauskommt.


Um die Nabe nun von der Scheibe zu entfernen, muss man nur die fünf Schrauben lösen und schon kann die Nabe abgenommen werden. Das Innere Nabenlager sitzt hinter einem Simmerring und kann einfach herausgenommen werden. Auf der linken Seite konnte ich zwar alle Schrauben lösen, die Demontage konnte ich aber nicht durchführen, da der Bremssattel ja noch fest sass.


Die Schrauben der oberen Lenkwelle sassen so fest, dass auch hier nur der Einsatz des Schweissbrenners helfen kann. Eine Schraube ist mir leider schon abgebrochen. Hier muss ich nun eine neue Platte auf der Rückseite des Achsträgers mit Gewinden machen und die alte entsorgen. Natürlich muss auch die Schraube nachbestellt werden. Die oberen Lenkarme können aber nach entfernen der Kronenmutter demontiert werden, im Gegensatz zu den unteren. Das Herauspressen der unteren Lenkwelle ist sehr schwierig. Hier muss ich an die Hydraulikpresse. Die linke Lenkwelle macht sowieso keinen guten Eindruck mehr und muss ersetzt werden.


Anschliessend habe ich mir das Lenkgetriebe vorgenommen. Für dieses habe ich noch nicht so viele Ersatzteile bestellt, da ich es erst analysieren möchte. Das Lager der Spurstangentragarm- Lagerung macht noch einen sehr guten Eindruck. Aber wahrscheinlich werde ich dieses wie auch die Buchsen und Dichtungen der Lenkung mit Neuteilen ersetzten.

Somit sind die nächsten Schritte klar: Lösen der Schrauben mit dem Schweissbrenner, Rauspressen von Lagern und Buchsen und Analyse bzw. Neuteilebestellung der Lenkungskomponenten.

Samstag, 23. März 2013

Die ersten Spenglerarbeiten

Bevor die Karosserie Bähler mit den Arbeiten beginnen kann, haben wir uns erst einmal die Arbeiten und der Durchführungsgrad angeschaut. Es sind die hinteren Radläufe, die Schwellen, alle Wagenheberaufnahmepunkte, die vorderen Querträger, die untere Linie des Kofferraums und die vorderen Bodenbleche zu machen. Da ein Vorbesitzer beim Anschweissen der vorderen Kotflügel nicht gerade fachmännisch vorgegangen ist, werden wir bei diesen Nachbesserungsarbeiten durchführen. Für die anderen Arbeiten habe ich schon die meisten Teile vor Ort und die restlichen sollten diese Woche geliefert werden.


Damit man all diese Stellen schweissen kann, habe ich diese erst einmal bis aufs blanke Blech abgeschliffen. Vorher mussten natürlich noch die wenigen Reste des Unterbodenschutzes entfernt werden um das Schleifpapier zu schonen. Mit dem Druckluft- Schleifer ging das Blankschleifen aber relativ mühelos. Der Aufwand ist aber trotzdem hoch, sodass nicht ganz alle Stellen blank sind.



Während dem Abschleifen kümmerte sich der Profi schon einmal um den hinteren, linken Radlauf. Dieser hat im längs verlaufenden Falz sowie an den unteren Enden Rost. Im Falz werden Bleche auf beiden Seiten des Falzes angebracht um diesen originalgetreu nachzubilden. Man hätte den Falz auch eliminieren können und nur einen Blechstreifen einarbeiten, der Aufwand dafür ist aber nur unwesentlich geringer als den Falz zu erhalten. Die Bleche an den unteren Enden des Radlaufs benötigen einiges an Anpassungen damit diese wieder den ursprünglichen Formen entsprechend. Ein paar weitere, kleinere Löcher wurden mit angepassten Blechen überdeckt.


Da wir die unfachmännische Reparatur der vorderen Kotflügel auch nacharbeiten wollen, mussten auch dort die entsprechenden Schleifarbeiten zur Vorbereitung durchgeführt werden. Hier kam viel Spachtel zum Vorschein, welcher über der Kühlergrillbrücke angebracht war. Nach viel Sauerei, entstanden durch den abgeschliffenen Spachtel, ist nun auch diese Stelle blank bis aufs Blech oder den aufgetragenen Zinn.

Montag, 18. März 2013

Weltreise

Den letzten Monat habe ich natürlich nicht untätig verbracht, sondern solche Arbeiten durchgeführt, welche nicht gerade einen wöchentlichen Bericht rechtfertigen würden.

Da stand der Umzug der Garage an. Obwohl alle Teile schon in Schachteln, Kisten und Paletten verräumt waren, nahm der Umzug aller Teile sehr viel Zeit in Anspruch. Die Karosserie musste ich nicht an das neue Domizil umziehen, sondern brachte diese direkt zur Karosserie Bähler welche die Spenglerarbeiten durchführt. Da ich hier auch meine Hilfe einbringen werde (abschleifen von Schweissnähten, etc.), sind auch Berichte über diese Arbeiten zu einem späteren Zeitpunkt hier zu lesen. Der Umzug ist fast abgeschlossen, so dass ich dann Bald in der neuen Garage mit der Vorderachse beginnen kann.

Neben den Umzugsarbeiten habe ich auch um die nie endende Teilebeschaffung gekümmert. Die restlichen Blechteile habe ich bestellt und auch weitere Teile habe ich gesucht. Darunter gehören die verchromten Hupen- Grill und das Luftfiltergehäuse. Diese Teile sind nicht mehr neu zu finden. Weiter suchte ich auch nach dem Türöffnungsmechanismus der hinteren, rechten Türe.

Diesen Türmechanismus kann man bei SNG Barratt bestellen, kostet aber £62.00 und beinhaltet viel mehr Teile als ich eigentlich benötige. Somit habe ich auf eBay einen Suchauftrag aufgegeben, da auf Anhieb nichts zu finden war. Nach einiger Zeit hatte ich Erfolg und konnte den Griff mit dem Mechanismus aus Australien für $35.00 kaufen. Davon brauche ich nur den Druckknopf und den, auf dem Foto sichtbaren, Mechanismus.



Auch die Hupen- Grill sind nicht mehr neu zu finden. Für einen S- Type findet man auf eBay einige gebrauchte, nicht aber für den MK2 und wenn, dann nur für überrissen viel Geld. Aber auch dieser Suchauftrag brachte mich nach einiger Zeit zum Erfolg. Die Grills sind in einem guten Zustand und ich konnte auch diese für $35.00 kaufen. Da die Lieferkosten auch $35.00 betrugen, liess ich diese an eine Adresse in den USA liefern, bei welcher ich diese dann abholte. Ein wenig Politur und sie werden wie neu aussehen.


Den Luftfilter erstand ich auf die selbe Art und Weise. Auch dieser kam aus den USA, welcher ich aber direkt in die Schweiz liefern liess. Ein Luftfiltergehäuse passt nicht gerade in einen handelsüblichen Koffer.


Das Gehäuse war komplett mit Unterteil und Ansaugstutzen und der Zustand der Teile war nicht schlecht. Mit dieser Basis konnte ich die Überarbeitung des Luftfiltergehäuses starten in dem ich es erst einmal mit Glasperlen strahlte. Dem Ansaugstutzen spendierte ich noch eine neue, selber gemachte, Dichtung und schon war dieser zur weiteren Verwendung fertig.


Nach der Reinigung des Gehäuses konnten die Teile mit der Grundierung versehen werden. Als endgültige Farbe wählte ich eine Hammerschlagfarbe welche, denke ich auf Grund der mir zur Verfügung stehenden Bildquellen, dem Original nahe liegt. Fertig lackiert sieht auch das Luftfiltergehäuse wie neu aus.


Wie man unschwer aus diesem Beitrag erkennt, haben die Teile eine weite Reise hinter sich. Vor vielen Jahren verliessen sie den europäischen Kontinent aus England Richtung Australien und Amerika. Nun, 40 bis 50 Jahre später, machten sie die weite Reise zurück nach Europa in die Schweiz.

Samstag, 9. Februar 2013

Entspannt

Von der Emil Frey Oldtimer Garage konnte ich das Werkzeug für die Montage und Demontage der Vorderradfedern besorgen. Damit ich mit der Überarbeitung der gesamten Vorderradaufhängung beginnen kann, müssen die Federn als erstes raus.

Damit es so Weit kommen kann, müssen erst die Stossdämpfer und die Stabilisatorwelle weg. Die Stossdämpfer sind Oben mit einer Mutter und Unten am Federsitz mit vier Schrauben an einer Montageplatte befestigt.


Sind die Schrauben gelöst, sie sind Unten mit einer Platte gegen lösen gesichert, kann der Stossdämpfer mit der Montageplatte nach Unten herausgezogen werden. Die Stabilisatorwelle ist mittels zwei Aufnehmern am Federsitz befestigt. Somit müssen zum Ausbau der Welle nur die zwei Schrauben gelöst werden um die Welle nun heraus zu nehmen.


Das Werkzeug selber ist relativ simpel. Es handelt sich um eine Gewindestange auf welcher einen Handhebel mit Innengewinde läuft. Vor den Handhebel wird nun die Aufnahme gesetzt welche auf den Federsitz passt. Die Stange besitzt am oberen Ende eine Nut, in welche ein Anschlag geschoben werden kann. Das Werkzeug wird nun von Unten (wie der Stossdämpfer) eingeschoben, Oben mit dem Anschlag gesichert und mit dem Handhebel befestigt. Die Feder wird nun mit dem Werkzeug so Weit zusammengepresst, bis die Schrauben des Federsitzes entlastet sind. Nach dem Lösen der sechs Schrauben kann das Werkzeug wieder geöffnet werden bis die Feder vollständig entlastet ist. Hier ist es wichtig, dass die Feder wirklich vollständig entlastet ist und nicht an irgend einer Stelle verkantet! Nun kann die Feder auch nach Unten entfernt werden.


Das ganze ist auf der anderen Seite zu wiederholen und dauert nicht einmal eineinhalb Stunden. Ich habe die Federsitze und die Stossdämpfer wieder provisorisch befestigt, um die Einheit einfacher in die neue Werkstatt transportieren zu können.

Bevor ich aber mit der Überarbeitung der Vorderradaufhängung beginne, muss ich mich nächste Woche um die Montage der Türen und des Kofferraumdeckels kümmern. Diese müssen für den Spengler montiert werden, damit er beim Schweissen der Schweller und beim Kofferraum die Türen und den Deckel anpassen kann. Es reicht aber nur die Scharniere zu verwenden. Schliessen kann man alles mit Kabelbindern.

Samstag, 2. Februar 2013

Der Türöffner

Wie die Fensterhebermechanismen mussten auch die Mechanismen der Türöffner nur leicht überarbeitet werden. Diese waren etwa im selben Zustand wie die Fensterheber. Das heisst, ein wenig schmutzig und kaum korrodiert.


Hier ist es wichtig, dass viele Fotos gemacht werden. Die Gestänge zwischen den einzelnen Komponenten sehen zwar einfach aus, sind aber beim Zusammenbau nicht ganz einfach. Auch der Druckknopf im Türgriff verbirgt ein paar Kleinteile die alle wieder an den richtigen Platz gebracht werden müssen.



Da viele Fotos gut sind, aber alle Türöffner ja doppelt vorhanden sind, habe ich nicht einfach alle auseinander gebaut, sondern immer Einen nach dem Anderen. Der Vorteil ist hier, dass man beim Zusammenbau des Einen beim Anderen abschauen kann wie es richtig sein sollte. Nach dem Reinigen im Kleinteilereiniger, des Strahlen mit Glasperlen  und dem Polieren der Chromteile wurden die Teile gefettet und wieder montiert.

Neben der Überarbeitung der Türöffner ging es bei der Karosserie darum, den Aufwand der Arbeiten abzuschätzen. Deshalb war der Karosseriespengler von der Karosserie Bähler vor Ort und begutachtete die rostigen Teile. Wir haben zusammen auf den Zeichnungen und Listen von SNG Barratt die benötigten Teile herausgesucht und zur Aufnahme in die Bestellliste gekennzeichnet.


Einige Teile waren schon fix auf der Liste, da ich vorher schon wusste dass ich diese brauche und mir ein Bekannter diese Teile zu einem guten Preis abgegeben hat. Er war gerade in der Umgebung und brachte mir die Teile direkt vorbei. Hier nochmals ein Danke an Richard!

Die restlichen Blechteile werde ich Demnächst bestellen und direkt zum Karosseriespengler liefern lassen. Am ersten März- Wochenende verlässt der Jaguar dann die Werkstatt und zügelt an den Hallwilersee um seine Löcher im Kleid zu stopfen. Ich werde ihm, immer wenn ich Zeit habe, nachreisen um die Arbeiten um das Schweissen herum (Abschleifen, etc.) auszuführen.

Zurück wird der Jaguar nicht mehr in diese Werkstatt kommen. Ich habe eine  neue Werkstatt angemietet, welche eine Zentralheizung, zentrale Druckluft, 400V Anschlüsse und eine Raumhöhe von 6 Metern hat. In dieser kann komfortabler als in der Jetzigen gearbeitet werden.

Nächste Woche fahren ich zu Emil Frey um ein Werkzeug abzuholen. Dieses Werkzeug wird benötigt um die Federn aus der Vorderradaufhängung zu entfernen. Somit ist auch klar, dass die Überarbeitung der Vorderradaufhängung als Nächstes angegangen wird. Die neuen Buchsen und Lager dazu habe ich schon.